Hosting-Bedingungen
Inhalt
1. Geltungsbereich
2. Leistungsumfang
3. Subdienstleister
4. Pflichten des Kunden
5. Entgelt und Zahlungsbedingungen
6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
7. Haftung
8. Laufzeit und Kündigung
9. Vertraulichkeit
10. Schlussbestimmungen
Allgemeine Hosting-Bedingungen
Version 1.1.0 | Stand: 28.01.2026
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Hosting-Bedingungen (nachfolgend „Bedingungen“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen
QMedia IT GmbH (nachfolgend „Anbieter“)
und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend „Kunde“)
im Zusammenhang mit dem Hosting von Odoo-Datenbanken.
1.2 Mit Annahme des Angebots oder Inanspruchnahme der Hosting-Dienstleistungen erkennt der Kunde diese Bedingungen als verbindlich an.
2. Leistungsumfang
2.1 Bereitstellung von Odoo-Hosting
- Der Anbieter stellt dem Kunden eine Odoo-Instanz sowie Speicherplatz und Server-Kapazitäten zum Betrieb dieser Instanz zur Verfügung.
- Die Infrastruktur wird durch einen Subdienstleister (Rechenzentrum in der EU) bereitgestellt und vom Anbieter verwaltet.
2.2 Service Level & Wartung
- Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, ausgenommen Wartungsfenster oder nicht vom Anbieter zu vertretende Störungen (höhere Gewalt, Angriffe Dritter, Ausfälle beim Subdienstleister etc.).
- Geplante Wartungen werden dem Kunden im Voraus angekündigt.
- Wartungsarbeiten sowie Störungsbehebungen werden, falls nicht anders schriftlich vereinbart, innerhalb der offiziellen Öffnungszeiten des Anbieters durchgeführt.
2.3 Support
- In den Hostinggebühren ist kein Support enthalten. Jegliche Supportleistungen (z. B. Einrichtungshilfen, individuelle Fehleranalyse, Beratungsleistungen) erfordern ein aktives Servicepaket oder einen gesonderten Auftrag.
- Bei Störungen oder Ausfällen (z. B. wenn der Server nicht erreichbar ist) setzt sich der Anbieter unverzüglich mit dem Subdienstleister in Verbindung, um die Verfügbarkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.
- Der Anbieter ist, falls nicht anders schriftlich vereinbart, innerhalb der offiziellen Öffnungszeiten des Anbieters erreichbar.
2.4 Backups
- Der Anbieter führt regelmäßige Datensicherungen durch.
- Eine Garantie für lückenlose Datenwiederherstellung kann jedoch nicht übernommen werden.
2.5 SaaS-Module / Erweiterte Funktionalität
2.5.1 Bereitstellung und Nutzung
Der Anbieter stellt dem Kunden im Rahmen dieses Hosting-Vertrags zusätzlich zu der Odoo-Instanz bestimmte proprietäre Erweiterungen und Zusatzmodule („SaaS-Module“) zur Verfügung, die über den Standardumfang von Odoo (Community oder Enterprise) hinausgehen.
Die Bereitstellung der SaaS-Module erfolgt nicht als Softwarelizenz, sondern ausschließlich als zeitlich beschränktes, nicht übertragbares Nutzungsrecht im Rahmen des Software-as-a-Service-Betriebs.
Diese SaaS-Module werden dem Kunden nur im Rahmen des vereinbarten Software-as-a-Service-Hostings bereitgestellt und zur Nutzung freigegeben. Ein darüber hinausgehendes, dauerhaftes Nutzungs- oder Überlassungsrecht am Quellcode dieser SaaS-Module oder an den darin enthaltenen Erweiterungen wird nicht eingeräumt.
2.5.2 Beschränkung der Nutzung
Die SaaS-Module dürfen ausschließlich im Rahmen der vom Anbieter betriebenen oder beauftragten Hosting-Infrastruktur genutzt werden. Eine Weitergabe, einschließlich Weitergabe von Quellcode, Modulen oder Installationspaketen, an Dritte oder deren Nutzung außerhalb dieser Infrastruktur ist dem Kunden nicht gestattet.
2.5.3 Beendigung und Wirkung
Mit Beendigung dieses Hosting-Vertrags endet das Nutzungsrecht an den SaaS-Modulen automatisch. Der Anbieter ist berechtigt, die SaaS-Module zu deaktivieren oder zu deinstallieren und den Betrieb der Odoo-Instanz einzustellen.
Dem Kunden ist bekannt, dass die Deinstallation von Odoo-Modulen systembedingt dazu führen kann, dass moduleigene Datenbankstrukturen, Felder oder Daten gelöscht oder nicht mehr verfügbar sind.
Nach Vertragsende erhält der Kunde ausschließlich einen Datenbank-Export (Datenbankdump) seiner Odoo-Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format. Ein weiterer Betrieb oder Zugriff auf eine Odoo-Instanz innerhalb der Infrastruktur des Anbieters besteht nicht.
Die Nutzbarkeit der Odoo-Standardsoftware (Community oder Enterprise) nach Vertragsende liegt außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters und obliegt dem Kunden bzw. dessen beauftragten Dritten.
2.5.4 Rechtlicher Hinweis
Diese Regelung lässt zwingende gesetzliche Ansprüche des Kunden, insbesondere solche aus dem Urheber- und Vertragsrecht (z. B. datenschutz- und dataportabilitätsbezogene Rechte), unberührt. Insbesondere wird hierdurch nicht das Recht des Kunden eingeschränkt, seine Daten in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zu exportieren oder eine alternative Lösung von Dritten zu nutzen.
3. Subdienstleister (Rechenzentrum, Infrastruktur)
3.1 Einbindung von Subdienstleistern
- Zur Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen nutzt der Anbieter externe Subdienstleister (z. B. Rechenzentrums- oder Infrastrukturbetreiber innerhalb der Europäischen Union).
- Der Anbieter bleibt gegenüber dem Kunden alleiniger Vertragspartner, hat jedoch nur eingeschränkten Einfluss auf die Systeme und Wartungsprozesse des Subdienstleisters.
3.2 Wartungen und Ausfälle beim Subdienstleister
- Der Subdienstleister kann geplante Wartungsfenster sowie ungeplante Downtimes haben, die außerhalb des Verantwortungs- und Einflussbereichs des Anbieters liegen. Diese können zu Unterbrechungen der Hosting-Leistungen führen.
- Der Anbieter wird den Kunden – soweit möglich – über geplante Wartungsarbeiten informieren. Für Ausfallzeiten infolge von Wartungen oder Störungen beim Subdienstleister übernimmt der Anbieter keine Haftung, es sei denn, der Anbieter selbst hat diese Störungen vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht oder an deren Behebung schuldhaft mitgewirkt.
3.3 Subsidiäre Verantwortung
- Kommt es zu Ausfällen, die nachweislich in den Verantwortungsbereich des Anbieters fallen, gelten die allgemeinen Haftungsregeln (s. Ziffer 7).
- Soweit der Anbieter nachweislich keine Möglichkeit hatte, Ausfälle oder Wartungen beim Subdienstleister zu beeinflussen, ist eine Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
4. Pflichten des Kunden
4.1 Sicherer Umgang mit Zugangsdaten
- Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten sorgfältig zu verwahren und vor unbefugtem Zugriff zu schützen.
4.2 Rechtmäßige Nutzung
- Der Kunde trägt die Verantwortung dafür, dass sämtliche Inhalte und Daten, die über seine Odoo-Instanz verarbeitet werden, keine Rechte Dritter verletzen oder gegen geltendes Recht verstoßen.
- Der Kunde darf die Dienste nicht für illegale Zwecke, Spam oder sonstigen Missbrauch verwenden.
4.3 Mitwirkungspflichten
- Der Kunde unterstützt den Anbieter bei der Fehleranalyse und stellt alle erforderlichen Informationen bereit.
5. Entgelt und Zahlungsbedingungen
5.1 Gebühren
- Für das Hosting der Odoo-Instanz stellt der Anbieter dem Kunden ein monatliches Entgelt in Rechnung, dessen Höhe im jeweiligen Angebot festgelegt ist.
5.2 Abrechnung & Fälligkeit
- Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich, sofern keine abweichende Regelung getroffen wird.
- Die Zahlungsbedingungen sind im jeweiligen Angebot festgelegt.
- Befindet sich der Kunde mehr als 30 Tage im Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, die gehosteten Services (z. B. Odoo-Instanz) vorübergehend zu sperren. Der Kunde bleibt zur Zahlung der vereinbarten Entgelte auch während der Sperrung verpflichtet.
5.3 Preisanpassungen
- Der Anbieter kann die Preise anpassen.
- Der Kunde wird vorab informiert und kann bei Nichtakzeptanz der Preiserhöhung den Vertrag mit sofortiger Wirkung kündigen.
6. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
6.1 Datenschutz
- Der Kunde bleibt datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Der Anbieter agiert, soweit personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet werden, als Auftragsverarbeiter.
6.2 Auftragsverarbeitungsvertrag
- Die Parteien schließen (falls erforderlich) einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß DSGVO ab, in dem Art und Umfang der Datenverarbeitung geregelt werden.
6.3 Datenstandort
- Die Daten werden in Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union gespeichert, sofern nicht anders vereinbart.
7. Haftung
7.1 Haftungsbeschränkung
- Der Anbieter haftet nur für Schäden, die auf vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen zurückzuführen sind.
- Bei leicht fahrlässigen Pflichtverletzungen haftet der Anbieter nur bei Verletzung vertragswesentlicher Pflichten (Kardinalpflichten), wobei die Haftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt ist.
- Bei grober Fahrlässigkeit ist die Haftung für entgangenen Gewinn ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
7.2 Haftungsausschluss bei Subdienstleister-Störungen
- Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Wartungen beim Subdienstleister, sofern der Anbieter selbst die Störung weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt hat.
- Der Anbieter setzt sich unverzüglich mit dem Subdienstleister in Verbindung, um die Verfügbarkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.
7.3 Datenverlust
Der Anbieter haftet für Datenverlust nur, wenn dieser durch vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen des Anbieters verursacht wurde.
Die Haftung ist insbesondere ausgeschlossen, wenn der Anbieter die vertraglich vereinbarten Datensicherungsmechanismen bereitgestellt hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Datenverlust auf technische Eigenschaften, Einschränkungen oder Fehlfunktionen der eingesetzten Software, der Datenbanktechnologie oder der Wiederherstellungsprozesse zurückzuführen ist, soweit diese außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen bzw. technisch bedingt sind.
Eine Garantie für die erfolgreiche Wiederherstellung von Daten besteht nicht.
7.4 Höchsthaftung
- Außer im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit ist die Haftung auf maximal einen Jahresbetrag der vereinbarten Hosting-Gebühren begrenzt.
8. Laufzeit und Kündigung
8.1 Laufzeit
- Die Laufzeit ergibt sich aus dem Angebot oder den vereinbarten Konditionen.
8.2 Kündigungsfristen
- Soweit nicht anders vereinbart, kann das Hosting mit einer Frist von 1 Monat zum Monatsende gekündigt werden.
8.3 Außerordentliche Kündigung
- Beide Parteien können aus wichtigem Grund (z. B. Zahlungsverzug, Verstoß gegen Nutzungsbedingungen) fristlos kündigen.
- Bei erheblichem Zahlungsverzug ab der zweiten Zahlungserinnerung ist der Anbieter zur außerordentlichen Kündigung berechtigt.
8.4 Datenrückgabe
- Nach Ende der Vertragsbeziehung erhält der Kunde auf Wunsch seine Daten in Form eines Datenbank-Exports (Datenbankdump) in einem gängigen, maschinenlesbaren Format.
- Anschließend werden die Daten vom Anbieter endgültig gelöscht.
9. Vertraulichkeit
9.1 Umgang mit vertraulichen Informationen
- Beide Parteien verpflichten sich, alle vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei nur im Rahmen der vertragsgemäßen Leistungserbringung zu verwenden und geheim zu halten.
10. Schlussbestimmungen
10.1 Änderung der Bedingungen
- Der Anbieter ist berechtigt, diese Bedingungen anzupassen. Änderungen werden dem Kunden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 4 Wochen, gelten die Änderungen als angenommen.
10.2 Rechtswahl und Gerichtsstand
- Es gilt das Recht von Österreich. Gerichtsstand ist Steyr, sofern gesetzlich zulässig.
10.3 Allgemeine Geschäftsbedingungen
- Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, aufrufbar unter https://www.qmedia.at/legal/agb sind jedenfalls in der aktuellen Fassung Vertragsbestandteil.
10.4 Salvatorische Klausel
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.